Dieser Forschungsschwerpunkt wurde im Rahmen der Forschungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz im Juni 2008 an der TU Kaiserslautern eingerichtet.
Der Landesforschungsschwerpunkt AmSys befasst sich mit Technologien und Anwendungen ambienter Systeme, einer neuen Generation vernetzter eingebetteter Systeme, die über intelligente Sensorik und Aktorik verfügen und weitgehend autonom und bedienungsfrei arbeiten. Ambiente Systeme bilden die Grundlage vieler anspruchsvoller IT-Systemvisionen und -lösungen, durch die die Fähigkeiten und Fertigkeiten des Menschen in Beruf und Alltag wirkungsvoll verstärkt werden.
Die wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet ambienter Systeme erfordert eine starke Verzahnung zwischen verschiedenen technischen Disziplinen sowie zwischen Technologieentwicklung und -erprobung in innovativen Anwendungsfeldern. AmSys bündelt die an der TU Kaiserslautern vorhandenen Kompetenzen, um auf dem Gebiet der ambienten Systeme international eine wissenschaftlich führende Rolle einzunehmen. Dazu werden zukunftsträchtige Aktivitäten und interdisziplinäre Kooperationen bestehender Forschungsaktivitäten aufgegriffen und mit einer inhaltlichen Fokussierung und gezielten personellen Verstärkung konsequent vorangetrieben.
AmSys bringt Kompetenz aus den Bereichen Kommunikation, Regelungs- und Steuerungstechnik, Embedded Systems, Echtzeitsysteme sowie HW-Plattformen und SW-Architekturen mit Anwendungserfahrung in den Bereichen Automatisierung, Assisted Living, intelligente Produktionsumgebungen und Fabrik der Zukunft, Future Internet und Sportassistenzsysteme zusammen.
mehr lesen?... Der gesamte Auszug aus Jahresbericht 2009 des Forschungsschwerpunktes.
Anwendungen ambienter Systeme werden in den Bereichen Medizin (z.B. Notfallerkennung, Rekonvaleszenz), Assisted Living, Produktion und Freizeit wissenschaftlich untersucht und interdisziplinär entwickelt.
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Ambient Assisted TrainingDas diesem Demonstrator zugrunde liegende 'Ambient System' soll das Training einer Rennradgruppe optimieren. |
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Szenario |
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Angenommen wird eine Rennradgruppe von 2 bis 30 Radfahrern. Jeder Radfahrer verfügt über sein eigenes Leistungsprofil und einen eigenen Trainingsplan. Radfahrer und Rennräder sind mit einer Vielzahl von Sensoren (Geschwindigkeit, Puls, Leistungsmessung, Wind etc.) ausgestattet. Die Fahrräder sind untereinander und mit einer Trainereinheit, auf der die Anwendung läuft, über ein Ad-hoc-Funknetz verbunden. Die Aufgabe des 'Ambient Systems' ist die Optimierung des Trainings für die gesamte Gruppe. Dies bedeutet, dass die Differenzen zwischen aktuellem Training und Trainingsplan für alle Radfahrer gleichermaßen minimiert werden sollen. Die Trainingsfahrt ist so zu planen und zu steuern, dass jeder Radfahrer seinen Trainingsplan soweit wie möglich erreicht. In einem weiterführenden Szenario soll auch das Renngeschehen einer Rennradgruppe unterstützt werden. Mit derselben Technologie besteht dann die Aufgabe darin, ein Rennen zu gewinnen, d.h. auf Basis der gespeicherten Leistungsdaten und der während des Rennens ermittelten Tageskondition und Sensordaten die Renngruppe so zu steuern, dass eine vorgegebene Strecke von A nach B von einem der Fahrer in minimaler Zeit durchfahren wird. Selbstverständlich kann mit einem solchen 'Ambient System' auch das Training eines einzelnen Sportlers unterstützt werden. Die Vorteile eines 'Ambient Systems' im Bereich des Trainings soll an zwei Beispielen konkretisiert werden. Es handelt sich zum einen um ein Einzeltraining und zum anderen um ein Gruppentraining. Einzeltraining
Gruppentraining
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Relevanz für ein 'Ambient System' |
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Die wissenschaftlichen Herausforderungen für ein 'Ambient System' liegen insbesondere auf den Gebieten
Das oben in der Einführung beschriebene Szenario ist eine Kurzzusammenfassung eines realistischen Szenarios. Die geschilderten Aufgaben des 'Ambient Systems' werden heute durch einen Trainer mehr oder weniger gut ausgeführt. Der Trainer kennt generell die Qualitäten der Radfahrer, er kennt aber nicht die genaue aktuelle Situation im Training oder Rennen. Hier gibt es noch viel Raum für Verbesserungen durch ein 'Ambient System', wie Herr Mühlfiedel, Leiter der Rennradabteilung des Heinrich-Heine-Gymnasiums (Sportelitegymnasium neben unserer Universität) bestätigte. Das Szenario umfasst für sich genommen schon genügend AmSys-relevante Fragestellungen. Gefundene Lösungen lassen sich auch auf andere AmSys-Bereiche übertragen. Viele der Fragestellungen sind typisch für AmSys, was das Szenario und einen zugehörigen Demonstrator für den FSP so interessant macht. Beispiele für AmSys-Forschungsfragen sind:
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Demonstrator |
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Der Forschungsschwerpunkt hat Mitte 2004 begonnen, einen Demonstrator für das Fahrradszenario zu entwickeln. Der Demonstrator umfasst vier Rennräder, die mit verschiedenen Sensoren und einem Funknetzwerk ausgerüstet sind (s.u.). Der Demonstrator wird so ausgelegt, dass mittelfristig auch Experimente mit Leistungssportlern des kooperierenden Heinrich-Heine-Gymnasiums durchgeführt werden können. ![]() Outdoor-Demonstrator Weiterhin ist geplant, dass der Demonstrator sowohl im Freien ("Outdoor-" bzw. "Real-life Demonstrator") als auch im Raum ("Indoor-" bzw. "VR Demonstrator") eingesetzt werden kann. Für letzteres sind die Fahrräder mit zusätzlichen Ergometer-Rollenständen und einer entsprechenden Simulation und Visualisierung ausgestattet. Der Simulator wird hier die Bremskräfte über die Ergometer vorgeben. ![]() Indoor-Demonstrator ![]() Indoor-Demonstrator Visualisierung Screenshot |
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Realisierung |
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Folgende Aufgaben werden aktuell bearbeitet:
Mit den aktuell verfügbaren Prototypen wurden bereits erste Experimente erfolgreich durchgeführt:
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Visionen |
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Abschließend seinen noch einige Visionen rund um dem Assisted-Training-Demonstrator aufgelistet: Indoor-Demonstrator
Outdoor-Demonstrator
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Presse |
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Zeitungsartikel "Der Computer gibt das Tempo vor" aus "Die Rheinpfalz" Kaiserslautern Nr.178 vom 01.08.2008. |
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Letze Änderung: 31.08.2010
